#JerezTest: Kompliziertes Jahr 2020 mit produktivem Test abgeschlossen

Marcel Schrötter und sein LIQUI MOLY Intact GP Team haben noch einer stark komprimierten Saison mit 14 Rennen in 18 Wochen zum Abschluss des Jahres noch einen zweitägigen Test in Südspanien eingeschoben.

Von diesen zwei Tagen fiel allerdings der erste wetterbedingt ins Wasser. Wegen teilweise Starkregens war am Donnerstag nicht daran zu denken, auf die Strecke von Jerez de la Frontera zu gehen. Bis zum Freitagmorgen besserte sich aber die Situation, da der Asphalt nach weiteren nächtlichen Regenschauern schnell abtrocknete.

Nach kurzem Zuwarten begann Marcel Schrötter gegen 11:30 Uhr sein Programm. Nach dem Wechsel seiner Crew galt es hauptsächlich eine gemeinsame Sprache in der Art und Weise der Kommunikation zu finden. Trotz unsicherer Wetterprognosen war es am Ende ein sehr arbeitsreicher Testtag für Schrötter, der am Freitag nicht weniger als 82 Runden auf dem 4,2 Kilometer langen Circuito de Jerez fuhr.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX):

"Nach den gestrigen regnerischen Verhältnissen hatten wir mit dem Wetter heute mehr Glück. Anfänglich hatten wir gar nicht damit gerechnet, dass wir den ganzen Tag fahren können, da für Nachmittag erneut Regen vorhergesagt war. Von dem her hatten wir als weiteres Glück. Die Strecke blieb aber bis zum Schluss an manchen Stellen feucht, bzw. waren in einigen Kurven immer nasse Flecken. Die Streckenverhältnisse waren also nicht optimal, aber immer noch gut genug, um ordentlich fahren zu können. Wir hatten für diese zwei Tage absolut nichts Grossartiges vorbereitet. Es ging vielmehr darum, eine ordentliche Anzahl Runden zu fahren und uns gegenseitig kennenzulernen. Es war zum ersten Mal, dass ich mit Michael Thier und seiner Mannschaft gearbeitet habe. Es sollte ein erstes Abtasten gewesen sein, um uns gegenseitig zu verstehen, vor allem wie ich meine Eindrücke weitergebe."

"Rundenzeiten standen dabei nie im Vordergrund, obwohl man im Rennsport immer als erstes auf den Zeitenmonitor schaut. Darüber hinaus haben wir ein paar Kleinigkeiten ausprobiert, sowie auch Kalex etwas zu diesem Test gebracht hat. Letzteres könnte für nächste Saison auf jeden Fall interessant werden. Insgesamt betrachtet hat es sich jedenfalls gelohnt, nach dem letzten Rennwochenende noch diesen Abstecher nach Jerez zu machen. Es war allemal ein produktiver Tag, an dem wir einige wertvolle Erkenntnisse gewonnen haben. Am Ende bin ich aber froh, dass wir ohne Sturz geblieben sind, da die Streckenverhältnisse an manchen Stellen wirklich kritisch waren. In dieser Hinsicht haben wir dieses manchmal sehr schwierige Jahr in einer erfreulichen Art und Weise beendet. Wir können daher beruhigt in die Winterpause gehen."

 

EN: Complicated 2020 ends with productive test

Marcel Schrötter and his LIQUI MOLY Intact GP team have added a two-day test in southern Spain to a highly compressed season with 14 races in 18 weeks.

The first of these two days, however, fell into the water due to weather conditions. Due to heavy rain on Thursday, it was not possible to go out on track in Jerez de la Frontera. By Friday morning, however, the situation had improved, as the track quickly dried out after further overnight rain showers.

After a short wait, Marcel Schrötter started his program at 11:30 am. After a change of his crew, the main goal was to find a common language in the way of communication. Despite uncertain weather forecasts, it was a very busy test day for Schrötter in the end, who did no less than 82 laps at the 4.2 kilometer long Circuito de Jerez on Friday.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX):

"After yesterday's rainy conditions we had more luck with the weather today. In the beginning we did not expect to be able to ride all day, as rain was predicted for the afternoon again. From that point we were lucky again. But the track stayed damp in some places until the end, or there remained even wet spots in some corners. So, the track’s conditions were not optimal, but still good enough to ride properly. We had absolutely nothing great prepared for these two days. It was more about doing a good number of laps and getting to know each other. It was the first time that I worked with Michael Thier and his crew. It was supposed to be a first feeling-out to understand each other, especially how I pass on my impressions."

"Therefore, lap times were never the focus, although in racing you always look at the time screen first. In addition, we tried out a few small things, as well as Kalex brought something for this test. The latter could be interesting for next season. All in all, it was worth making this detour to Jerez after the last race weekend. It was a productive day, and we gained some valuable insights. But in the end, I am glad that we did not have a crash, because the track conditions were critical in some places all day long. In this respect, we ended this sometimes-exceedingly difficult year in a pleasant way. We can therefore go into the winter break with confidence."