#CatalanGP: Nach zähem Anfang wieder in den Top-Zehn gelandet

Marcel Schrötter musste sich am Sonntagnachmittag ordentlich anstrengen, um sich von seinen anfänglichen Gegnern zu lösen.

Der Gran Premio de Catalunya war ein willkommener Schritt zurück zur Normalität. Knapp 20.000 Zuschauer erlebten am Sonntag spannende Wettbewerbe auf der Rennstrecke am Stadtrand von Barcelona live vor Ort. Angestachelt von der für lange Zeit vermissten guten Stimmung auf den Tribünen gaben Teams und Fahrer ihr Bestes bei stabilen Schönwetter.

Marcel Schrötter begann den Renntag als starker Dritter im Warm-Up. Doch im Rennen hatte er vom 13. Startplatz losfahrend grosse Mühe, seinen Rhythmus zu finden. Erst ab Halbzeit der Distanz wurde seine Pace konstanter und schneller. Damit schloss der 28-jährige Deutsche zügig zu den Fahrern in den Top-Zehn auf. Am Ende sammelte er als Achter wichtige Punkte gegenüber einigen direkten Konkurrenten in der Gesamtwertung.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), P8 +15.973:

"Das heutige Rennen hatte wieder einmal einige Überraschungen parat. Nach einer guten Pace im Warm-Up, war ich erstaunt, dass es am Nachmittag so schwierig war. Am Anfang hatte ich grosse Mühe, die Balance des Motorrads zu verstehen. Daher kam es zu den vielen Positionskämpfen. Ein Somkiat Chantra zum Beispiel, gibt auf der Bremse einfach alles, um vor dir einzulenken. In den Kurven gehört er allerdings nicht zu den Schnellsten. Beim nächsten Versuch ihn innen zu überholen, hat er aber sofort einen Konter parat. Er fährt wirklich sehr aggressiv, was von aussen betrachtet sicher schön ist anzuschauen. Aber für mich war es nicht hilfreich, um in einen Rhythmus mit guten Rundenzeiten zu kommen und die Lücke nach vorne zu schliessen. Chantra hat uns heute viel Zeit gekostet."

"Abgesehen davon war es trotzdem nicht einfach, meinen Rhythmus zu finden und das Bike besser zu verstehen. Ich würde daher sagen, dass ich 80 Prozent der Distanz nur damit beschäftigt war, mich der jeweiligen Situation anzupassen und die Bedingungen zu begreifen. Das kam eigentlich etwas unerwartet, weil die Temperaturen in etwa gleich wie an den Vortagen waren, sowie auch der Gummi-Abrieb vom MotoGP-Rennen zuvor ein kleiner Vorteil für uns sein hätte sollen. Aufgrund der anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich aber nicht schnell genug mit dem Überholen beginnen. Es hätte also ein bisschen mehr möglich sein können, die Pace von Lowes wäre machbar gewesen. Zum Schluss hatte ich in der Situation, als Di Giannantonio und Garzo direkt vor mir gestürzt sind, Glück. Aber zuvor war ich in der Lage, die Beiden einzuholen."

"Ich bin mir auch sehr sicher, dass ich den einen, wenn nicht sogar beide in den letzten zwei Runden noch geschnappt hätte. Nichtsdestotrotz denke ich, dass wir mit diesem Ausgang zufrieden sein können, da wir in der Meisterschaft wichtige Punkte zu anderen Fahrern aufgeholt haben. Aber wir können bessere Ergebnisse einfahren, das ist Fakt. Dafür müssen wir aber unsere Qualifyings deutlich verbessern, weil vom Mittelfeld losfahrend, machen wir uns das Leben selbst schwer. Trotzdem ein grosser Dank an alle für ein weiteres gutes Wochenende. Beim nächsten Mal wartet unser Heimrennen auf dem Sachsenring auf uns. Ich freue mich schon drauf, auch wenn es wegen fehlender Fans sehr eigenartig dort sein wird. In dieser Hinsicht war es schön, an diesem Wochenende wieder einmal eine gute Stimmung auf den Rängen erlebt haben zu dürfen."

EN: After a tough start back in the top ten again

Marcel Schrötter had to make a real effort on Sunday afternoon to break away from his initial opponents.

The Gran Premio de Catalunya was a welcome step back to normality. On Sunday, almost 20,000 spectators were on spot at the circuit located on the outskirts of Barcelona to watch exciting competitions live. Spurred on by the good atmosphere generated by fans at the grandstands, which had been missing for a long time, teams and riders gave their best in stable nice weather conditions.

Marcel Schrötter started race day in the northeast of Spain with a strong third place in this morning’s warm-up. But in the race, coming from P13 on the starting grid, he experienced great difficulties finding his rhythm. It was not until halfway stage that his pace became more consistent and faster. As a result, the 28-year-old German quickly closed the gap to the riders in the top ten. In the end, in eighth place, he scored important points over some of his direct rivals in the overall standings.

 

#23 Marcel SCHRÖTTER (LIQUI MOLY Intact GP, KALEX), P8 +15.973:

"Today's race once again had a few surprises in store. After a good pace during warm-up, I was surprised that it was so difficult in the afternoon. At the beginning I had great issues in understanding the balance of the bike. That was why there were so many fights for positions. A Somkiat Chantra, for example, just gives everything on the brakes to enter a corner in front of you but then, however, his corner speed is not one of the fastest. Although the next time you try to overtake him on the inside, he immediately has an attack ready. He really rides very aggressively, which is certainly nice to watch from the outside. But for me it was not helpful in getting into a rhythm with good lap times and closing the gap to the front. Chantra cost us a lot of time today."

"Apart from that, it was still not easy to find my rhythm and understand the bike better. So, I would say that 80 percent of the distance I was just busy adapting to the situation and understanding the conditions. This was actually a bit unexpected because the temperatures were about the same as on the previous days, as well as the rubber from the MotoGP race before should have been a small advantage for us. However, due to the initial difficulties, I could not start overtaking fast enough. So, it could have been a little more possible, the pace of Lowes would have been feasible. In the end I was lucky in the situation when Di Giannantonio and Garzo crashed right in front of me. But before that I was able to catch up with the two."

"I am also very sure that I would have caught one, if not both, in the last two laps. Nevertheless, I think we can be satisfied with this outcome because we made up important points to other riders in the championship. But we can achieve better results, that is a fact. But for that we have to improve our qualifying significantly, because starting from the middle of the grid we make life difficult for ourselves. Nevertheless, a big thanks to everyone for another good weekend. Next time our home race at the Sachsenring is waiting for us. I am looking forward to it, even though it will be very strange there because of the lack of fans. In this respect, it was nice to have experienced a good atmosphere on the grandstand this weekend since long."

#CatalanGP - Moto2™ Race Classification (22 Runden):

1 Remy GARDNER / AUS / Red Bull KTM Ajo / KALEX / 38´22.284

2 Raul FERNANDEZ / SPA / Red Bull KTM Ajo / KALEX / +1.872

3 Xavi VIERGE / SPA / Petronas Sprinta Racing / KALEX / +2.866

8 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / LIQUI MOLY Intact GP / KALEX / +15.973

Moto2™ World Standing:

1 Remy GARDNER / AUS / KALEX / 139

2 Raul FERNANDEZ / SPA / KALEX / 128

3 Marco BEZZECCHI /ITA / KALEX / 101

7 #23 Marcel SCHRÖTTER / GER / KALEX / 49